Rollenspieler
Aus RPG Info
Ein Rollenspieler ist eine Person, die Rollenspiele spielt. Geläufiger ist die Kurzform Spieler, doch dabei ist Vorsicht geboten, denn als Spieler wird vorwiegend der Rollenspieler benannt, die einen Spielercharakter führt. Selbsverständlich nimmt aber auch der Spielleiter am Spielgeschehen teil und ist daher ebenfalls Rollenspieler.
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Wenn es für ein P&P-Rollenspiel vorwiegend einen oder mehrere Spielleiter gibt, werden normalerweise die übrigen Teilnehmer als Spieler bezeichnet, denen dann vornehmlich die Rolle zufällt, sich auf einen einzelnen Charakter, ihren Spielercharakter, zu konzentrieren.
LARP
Im LARP gibt es neben den beim P&P benutzen Kategorien häufig Teilnehmer, die ausschließlich NSCs spielen. Auch diese können von der Bezeichnung "Spieler" ausgenommen werden. Die verschiedenen Unterteilungen gehen häufig ineinander über, daher ist bei der Bezeichnung "Spieler" Vorsicht geboten.
Aufgaben der Rollenspieler im Spiel/Gewaltenteilung Spieler-Spielleiter
In den Tagen, als die Rollenspiele sprichwörtlich noch in ihren Kinderschuhen steckten, war die Gewaltenteilung und die Aufgaben der Spieler und des Spieleiters klar voneinander abgegrenzt.
Die Spieler hatten nur die Gewalt über ihre Spielfigur (vgl.: Charakter, Spielercharakter) und selbst diese Kontrolle war oft durch die Spielregeln oder die Willkür des Spielleiters eingeschränkt. In allen anderen Belangen bezüglich des Spieles war der Spielleiter verantwortlich und sein Wort Gesetz. Die Spieler hatten sich durch das vom Spielleiter vorbereitete Abenteuer durchzuschlagen, ob ihnen der Handlungsverlauf nun passte oder nicht.
Player Empowerment
Seit den frühen neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Machtstellung des Spielleiters von einigen Vorreitern im Rollenspielbereich relativiert. Der Spielleiter wurde immer mehr zum "Moderator" oder "Schiedsrichter". Das Ausarbeiten der Spielwelt und das Ersinnen der Aufgaben war zwar immer noch seine Arbeit, aber die Handlungsfreiheit der Spielercharaktere wurde stetig ausgebaut und Grenzen nieder gerissen. War es in den ersten Editionen von z. B. Dungeons&Dragons noch undenkbar, dass ein Magier-Charakter ein Türschloss knacken konnte, so entwickelten viele Systeme Wege, auch "nicht-spezialisierten" Charakteren das Lösen von "klassenfremden" Aufgaben zu ermöglichen, wobei deren Chancen auf Erfolg schlicht einfach niedriger waren. Mit der Zeit setzte sich langsam der Gedanke durch, dass die Spieler mehr Einfluss auf das Spiel haben können, als nur den unmittelbaren Machtbereich des Charakters. Heute wird dafür das Schlagwort Player Empowerment benutzt. Aber auch der Begriff Erzählrechte zielt in die gleiche Richtung.
Gute Beispiele für Spiele mit aktivem Einsatz von Player Empowerment sind z.B. Wushu oder Inspectres. Hier haben alle Spieler die gleichen Rechte und Pflichten. Der Spielleiter gibt zwar immer noch grob den Handlungsverlauf vor, aber im Prinzip könnte man auch ohne Spielleiter spielen (was von einigen Spielrunden auch bereits getestet und für machbar erklärt wurde).
Berühmte Rollenspieler
- Sean Astin
- Billy Crystal
- Vin Diesel
- Jennifer Lopez
- Ewan MacGregor
- Quentin Tarantino
- Wil Wheaton
- Robin Williams

